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.io fürs Startup: lohnt sich das?

.io kostet 30× mehr als .ru. Wann sich das lohnt — und wann es nur Mode ist.

Die .io-Zone wurde zum Startup-Standard nicht aus technischen Gründen, sondern wegen des Klangs — sie liest sich wie "input/output" und hat sich in der Entwickler-Kultur festgesetzt. Für diesen Klang zahlt man: bei reg.ru kostet .io im ersten Jahr etwa 5099 ₽ gegenüber 169 ₽ für .ru — das 30-Fache.

Wann es sich lohnt

Wenn das Produkt ein Entwickler-Tool oder ein B2B-SaaS mit internationalem Publikum ist, bleibt .io ein wiedererkennbares Muster — dieses Publikum stutzt bei der Domain nicht und hält sie nicht für verdächtig. Hier kauft der Aufpreis Übereinstimmung mit den Erwartungen eines bestimmten Publikums, nicht Mode um der Mode willen.

Wann es einfach verschwendetes Geld ist

Ein lokales Business, ein Online-Shop für russische Käufer, ein Dienstleistungsbetrieb — hier bringt .io nichts außer einer Zeile im Budget. Ein Publikum ohne Bezug zur Entwicklung liest die Zone nicht als Qualitätssignal; für sie ist es nur eine unbekannte Endung.

Ein Faktor, über den kaum gesprochen wird

Die .io-Zone hängt am British Indian Ocean Territory (BIOT), dessen Status international seit Jahren diskutiert wird — die Zukunft der Zone selbst taucht immer wieder in ICANN-Diskussionen auf. Das ist kein Grund zur Panik (Domains in dieser Zone werden normal registriert und verlängert), aber für eine auf Jahrzehnte angelegte Marke ein Faktor, den man neben dem Preis im Kopf behalten sollte.

Alternativen

.dev und .app sind einem Entwickler-Publikum ebenfalls vertraut und günstiger als .io. .app hat eine Eigenheit — die Registry kann kurze Namen in dieser Zone als Premium reservieren und nicht zum Normalpreis verkaufen, selbst wenn RDAP "verfügbar" zeigt. Einen echten Fall dazu behandeln wir in einem separaten Artikel auf diesem Blog.

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